Journalistin Alexandra Leibfried begeistert 9. Klassen der Mittelschule Grassau
Einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus erhielten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Mittelschule Grassau bei einem Vortrag der Journalistin Alexandra Leibfried. Mit großer Fachkenntnis und anschaulichen Beispielen führte sie die Jugendlichen durch die Ereignisse der Jahre 1933 bis 1945 und regte dabei immer wieder zum Nachdenken an.
Besonders eindrücklich machte Leibfried deutlich, wie kurz die Zeitspanne zwischen der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 und der Eröffnung des Konzentrationslagers Dachau bereits im März desselben Jahres war. An diesem Beispiel zeigte sie auf, dass die Errichtung des Lagers kein spontanes Ereignis, sondern Teil einer länger vorbereiteten Entwicklung gewesen sein musste. Gleichzeitig zog sie Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und verdeutlichte, wie wichtig Demokratie, Zivilcourage und ein kritischer Umgang mit Informationen auch heute sind.
Im zweiten Teil ihres Vortrags berichtete Alexandra Leibfried von ihrer journalistischen Arbeit mit fünf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, deren Lebensgeschichten sie über viele Jahre begleitet und dokumentiert hat. Besonders bewegend waren ihre Schilderungen über Max Mannheimer, der als Überlebender des Holocaust unermüdlich dafür eintrat, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten. Sein Engagement für die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau und sein Appell, das Geschehene niemals in Vergessenheit geraten zu lassen, hinterließen bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck.