Die beiden 10. Klassen der Mittelschule Grassau unternahmen kürzlich eine Exkursion nach Augsburg.
Im Mittelpunkt des Tages stand der Besuch der weltberühmten Fuggerei, der ältesten noch bestehenden Sozialsiedlung der Welt. Bei einer interessanten Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die Geschichte der Fuggerei und ihren Gründer Jakob Fugger, der die Siedlung im Jahr 1521 für bedürftige Augsburger Bürger errichten ließ. Bis heute wird die Fuggerei nach ihrem ursprünglichen sozialen Gedanken geführt: Die Jahreskaltmiete beträgt symbolisch lediglich 88 Cent. Als Gegenleistung verpflichten sich die Bewohner, täglich für die Stifterfamilie zu beten.
Während des Rundgangs konnten die Jugendlichen die engen Gassen, die historischen Wohnhäuser sowie eine original eingerichtete Musterwohnung besichtigen. Besonders beeindruckend war, wie fortschrittlich das Konzept der Fuggerei bereits vor über 500 Jahren war. Die Führung vermittelte anschaulich, wie soziales Engagement, wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln miteinander verbunden sein können – Themen, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Im Anschluss erkundeten die Schülerinnen und Schüler den Augsburger Dom mit seinen beeindruckenden romanischen und gotischen Bauelementen. Danach blieb noch Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang durch die historische Altstadt. Vorbei an prächtigen Bürgerhäusern, malerischen Gassen und belebten Plätzen erhielten die Jugendlichen einen abwechslungsreichen Eindruck von der über 2.000-jährigen Geschichte Augsburgs. Die Exkursion bot den 10. Klassen nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte einer der bedeutendsten deutschen Handelsstädte, sondern machte Geschichte an authentischen Orten unmittelbar erlebbar.